Südamerikafreizeit auf Burg Hoheneck

In sieben Tagen durch Südamerika

Unter diesem Thema stand die diesjährige Kinderfreizeit des CVJM Altdorf e. V. für Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 13 Jahren. Ein Team aus sechs Mitarbeitern (Ella Grötsch, Franziska Gmehling, Tamara Kräußel, Kristin Böhm, Johannes Schmidt, Jaron Lehner) machte sich auf, um mit 23 Kindern sieben spannende und erlebnisreiche Tage auf der Burg Hoheneck zu verbringen.

Am 25.08.2017 brach die Freizeitgruppe mit dem Bus und voll gepackten Koffern Richtung Burg Hoheneck auf. Dort angekommen, standen zunächst verschiedene Kennenlernspiele und ein gemeinsames Mittagessen zur Stärkung auf dem Programm. Der Nachmittag begann mit dem Bezug der Zimmer und dem Auspacken der Koffer. Im Anschluss daran lernten die Kinder das ihnen bis dahin noch unbekannte Gelände mittels einer Burgrallye kennen. Abgerundet wurde der erste Tag durch ein Geländespiel.

Der zweite Tag begann mit einer Themeneinheit zum Missionsbefehl. In einem Anspiel durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernten die Kinder Petrus näher kennen und erfuhren von dem Auftrag Jesus an seine Jünger in die Welt zu gehen und seine Liebe durch Worte, Gebete und Taten bekannt zu machen. Anschließend wurde das Thema in Kleingruppen genauer behandelt. Der Nachmittag wurde für ein Geländespiel genutzt, bei dem Zusammenarbeit und taktisches Vorgehen gefordert waren. Ausgestattet mit Taschenlampen, brachen Teilnehmer und Betreuer nach dem Abendessen zu einer Nachtwanderung auf.

Am Sonntag stand der erste große Tagesausflug an. Mit dem Bus machte sich die Gruppe auf zum Kletterpark nach Rothenburg ob der Tauber. Nach einer Einführung durch das dortige Personal wurden die Kinder in Kleingruppen eingeteilt und durften anschließend mit den Betreuern hoch in die Bäume klettern. Verschiedene Kletterrouten mit unterschiedlichen Höhen und Schwierigkeitsgraden, wie etwa der „Gorilla“ oder der „Bartaffe“ konnten bis zum späten Nachmittag selbst nach Lust und Laune erklettert werden. Etwas entspannen konnten sich alle am Abend beim Gottesdienst, welcher unter dem Motto „Schenken“ stand und dem anschließenden Lagerfeuer mit Stockbrot.

Am nächsten Tag war die Kreativität der Jungen und Mädchen gefragt. Bei verschiedenen Workshops, passend zum Thema Südamerika, konnten etwa Trommeln, Traumfänger, Piñatas oder Indiacas selbst gebastelt und gestaltet werden. Aber auch das Gravieren von Holzbrettchen mit einem Lötkolben und Batiken stand an diesem Vormittag auf dem Programm. Am Nachmittag powerten sich die Freizeitteilnehmerinnen und -teilnehmer beim Geländespiel „Der Turmbau zu Babel“ richtig aus. Nach dem gegrillten Abendessen, bot der Filmabend ein entspannendes Ausgleichsprogramm.

Der Dienstag startete mit einer zweiten Themeneinheit. An diesem Vormittag lernten die Kinder in einer schauspielerischen Darstellung Lydia, die erste Christin in Europa, kennen. Beim anschließenden Arbeiten in Kleingruppen wurde die Verbreitung des christlichen Glaubens in die Welt, insbesondere nach Südamerika, vertieft. Nachmittags hatten die Kinder noch einmal Gelegenheit die einzelnen Bastelworkshops vom Vortag zu besuchen. Nach Einbruch der Dämmerung, durften sich alle beim beliebten und mittlerweile traditionellen Freizeitspiel „Bolahölzer“ austoben. Es mussten fleißig Knicklichter gesammelt, versteckt, aber auch andere Kinder gejagt und Verstecke ausgeraubt werden.

Am vorletzten Tag stand der zweite Ausflug auf dem Programm. Es ging in das Freilandmuseum nach Bad Windsheim. Zunächst machten sich die Kinder in Gruppen auf, das Freilandmuseum auf eigene Faust zu erkunden. Ausgestattet mit einem Entdeckerheftchen konnten die Mädchen und Jungen verschiedene Aufgaben gemeinsam lösen. Im Anschluss daran nahmen alle an der sogenannten „Lehmwerkstatt“ teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren zum einen viel Wissenswertes über Lehm, beispielsweise aus welchen Bestandteilen er sich zusammensetzt, zum anderen durften sie aber auch selbst an die Arbeit gehen. So sollte beispielsweise Lehm und Stroh mit den Füßen vermischt werden. Die fertige Mischung musste dann wiederum als Verkleidung an eine aus Holz vorgebaute Wand angebracht und festgedrückt werden. Hier war vor allem Teamarbeit gefragt, denn das Material sollte später als Wandverkleidung halten. Nach diesem sehr erlebnisreichen Tag freuten sich alle auf den gemeinsamen Karneval in Rio am Abend. Neben verschiedenen Spielen, wie Stopptanz oder Zeitungstanzen, wurde auch frei zur Musik getanzt und alkoholfreie Cocktails getrunken. Auch die Jungen und Mädchen gestalteten den Abend mit selbstausgedachten und einstudierten Sketchen, Gesangseinlagen, Spielen oder einem Quiz mit.

Am Abreisetag wurden zunächst die Koffer gepackt und die Zimmer geräumt, bevor man sich noch einmal für einen gemeinsamen Abschluss traf. Es wurden verschiedene Lieder gesungen und Ehrungen, beispielsweise für das sauberste Zimmer, durchgeführt. Außerdem bekam jedes Kind eine personalisierte Urkunde und eine Medaille für die Teilnahme an der Südamerika-Freizeit. Mit dem Bus ging es dann wieder zurück nach Altdorf, wo die Entdeckerinnen und Entdecker schon sehnsüchtig von ihren Eltern erwartet wurden. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch die Teilnehmerinnen und -teilnehmer ging eine lustige und ereignisreiche Woche zu Ende.